You are here: Home » Videoproduktion » Gib mir den Beat! – So dreht ihr eure eigenen Musikvideos

Gib mir den Beat! – So dreht ihr eure eigenen Musikvideos

Ein Musikvideo ist der Traum eines jeden Künstlers. Egal, ob es sich dabei um Rocker, Popsänger oder Rapper handelt. Begrenzte Budgets werden leider immer noch viel zu häufig als Ausrede herangezogen, um sich für semiprofessionelle Videos zu rechtfertigen. Als selbstständiger Hobbycutter sehe ich in diesem Bereich Aufklärungsbedarf.

Tipps auf Youtube? Ja und Nein!

Sucht man bei Youtube nach praktischen Hilfestellungen, wird man dieser Tage schwer enttäuscht. Unter dem Suchbegriff ,,Musikvideo drehen“ suchten wir nach Anleitungen oder zumindest Tipps. Das Resultat: An erster Stelle stand ein Video von User KAYEFTV, welches stilistisch eher einem Making-Of ähnelt. Gut möglich, dass man Tipps für eine ansprechende Storyline erhält, brauchbare Technik-Tipps sind allerdings rar.

An zweiter Stelle steht der User SooGehts, dessen Video schon eher an eine Anleitung erinnert. Die Rapper unter euch könnten ihn mit dem Hamburger Kollektiv Reimebude assoziieren, mit dem er schon des öfteren produzierte. Um auch ihm eine Plattform zu geben, verlinken wir hier noch einmal sein Video. Wer gewillt ist in der Zukunft Rapvideos zu drehen, erhält hier wertvolle Hinweise.

In drei Schritten zum eigenen Musikvideo

Wenn Youtube, zumindest teilweise, versagt, müssen es eben doch die guten alten Anleitungen richten. Die folgenden Tipps sind für jedes Genre nützlich. Probiert es doch einfach mal aus!

Schritt #1: Ideen sammeln

Der elementarste Grundbaustein eines jeden Musikvideos ist die zu erzählende Geschichte, bzw. der im Mittelpunkt stehende Künstler. Demnach unterscheiden Berufscutter zwischen aufwendigen Handlungsabläufen (die dementsprechend schwieriger zu drehen sind) und der etwas einfacheren Künstlerinszenierung, bei der Musiker schlicht ihren Song performen. Alles was ,,dazwischen“ steht, bezeichnet man als Mischform. Am Anfang einer Produktion sollte also eine klare Einordnung stattfinden.

Beispiele für die verschiedenen Stile:

1.) Geschichte/Feste Handlung

2.) Performance

3.) Mischform

Alternativ gibt es natürlich auch Videos, die sich keiner Kategorie zuordnen lassen. Feste Grenzen gibt es also auch für euch nicht. Ein Grundschema sollte aber erkennbar sein.

Schritt #2: Die richtige Ausstattung kaufen/leihen

Nachdem wir uns auf eine Art von Video geeinigt haben, benötigen wir professionelles Equidment. Zur Vermeidung finanzieller Schieflagen ist es von Vorteil, die benötigte Technik bei Fachhändlern auszuleihen und die Dreharbeiten auf wenige Tage zu beschränken. Auf diesem Weg erhält man hochwertige High-Definition-Aufnahmen zu einem verkraftbaren Preis.

Wer als technischer Leiter der Band auch auf lange Sicht plant Videos zu drehen, ist gut beraten, die Preise für Kamera und Co. zu vergleichen. Eine gute Spiegelreflexkamera mit integrierter Videofunktion (bevorzugt verwendet aufgrund ihrer Tiefenschärfe) kostet in kleineren Shops gerade einmal 370 Euro (Canon EOS 1200 D) und reicht für den Anfang locker aus. Hier ein Link zu einem etwas kleineren Onlineshop.

Schritt #3: Richtig nachbearbeiten

Die Nachbearbeitung eines Videos kann laut verschiedenen Quellen ,,eine Woche“ bis ,,mehrere Monate“ dauern. Während Profis ihre Aufnahmen von großen Produktionsfirmen managen lassen, reicht kleinen Künstlern oftmals schon ein sicherer Umgang mit Software a la Sony Movie Studio Platinum 12. Die Grundlagen werden dabei über interne Turorials vermittelt.

Für den Schnitt gibt es ebenfalls genrespezifische Regeln. Als Berufscutter merkte Juliensblog einmal an, dass es die heilige Pflicht eines jeden Rap-Cutters wäre, die dazugehörigen Videos auf den Takt zu schneiden. Jedoch ist das nicht immer von Vorteil, weshalb man ein Gefühl für das Bild bekommen muss. Die Frage aller Fragen: Welche Szene passt und welche nicht?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.